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Verwaltungsbericht der Stadt Düren
1956
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6 Bau-, Wohnungs- und Siedlungswesen
Auf dem Gebiet des Wohnungsbaues war das
Rechnungsjahr 1956 begleitet von größten
Finanzierungsschwierigkeiten. Zu Beginn des Berichtsjahres
ließen sich Kapitalmarktmittel kaum beschaffen. Hinzu
kam, daß Lastenausgleichsdarlehen für den
allgemeinen Sektor gänzlich ausblieben.
Wenn das Rechnungsjahr 1956 doch noch ein
voller Erfolg wurde, dann ist dies vor allem der
großzügigen Hilfe der Regierung Aachen zu verdanken,
die durch die Bereitstellung von Hypothekenkontingenten und von
zusätzlichen Landesdarlehen den besonders schwierigen
Verhältnissen der Stadt Düren Rechnung getragen hat.
Daneben haben die Dürener Sparkassen sehr geholfen. Die
Städtische Sparkasse konnte allein trotz der Ende 1955
eintretenden Schwierigkeiten am Kapitalmarkt alle Zusagen
erfüllen und bewilligte rund 3.000.000,– DM erste
Hypotheken. Daneben ist aber auch der zügige Ablauf des
Verfahrens dadurch gewährleistet worden, daß sich
der Bauausschuß im Laufe des Berichtsjahres einem
Vorschlag der Verwaltung angeschlossen hat und ohne
Rücksicht auf das Antragsdatum sofort alle diejenigen
Bauherren zum Zuge kommen ließ, die die Finanzierung auf
irgendeine Weise sicherstellen konnten. Nicht zuletzt darf die
Zusammenarbeit aller am Wohnungsbau beteiligten Dienststellen
als vorbildlich bezeichnet werden.
Im Wiederaufbau wurden mit 107
Bewilligungsbescheiden etwa 4,8 Mill. DM Landesdarlehen
bewilligt. Die Zahl der geförderten Wohnungen beträgt
471. Im Altersheim der Cellitinnen an der
Rütger-von-Scheven-Straße wurden daneben 108
Heimplätze finanziert.
Folgende Zweckbindungen für bestimmte
Personengruppen sind ausgesprochen worden:
Für innere Umsiedlung und
Rückführung von Evakuierten 42 WE
für äußere Umsiedlung 48 WE
für Sowjetzonenflüchtlinge 18 WE
für Personen mit geringem Einkommen 149
WE
für Bewohner von Notunterkünften 35
WE
zusammen: 292 WE
Nicht zweckgebunden sind 179
Wohnungseinheiten. Die Gesamtbaukosten für die
Wiederaufbaumaßnahmen wurden mit etwa 10,2 Mill. DM
ermittelt.
Im Neubau konnten in 26 Einzelfällen
Wohnungsbaumittel in Höhe von 1,7 Mill. DM für 152
Wohnungen bewilligt werden. Auch kam es zu umfangreichen
Zweckbindungen. Im einzelnen ergibt sich folgendes Bild:
Für innere Umsiedlung 4 WE
für Personen mit geringem Einkommen 98
WE
für Bewohner von Notunterkünften 3
WE
zusammen: 105 WE
Nicht zweckgebunden sind 47
Wohnungseinheiten. Die Bausumme im Neubau hierfür
beträgt etwa 3,5 Mill. DM
Mit öffentlichen Mitteln wurden
hiernach im Rechnungsjahr 1956 insgesamt finanziert:
a) im Wiederaufbau 471 Wohnungseinheiten
+ 108 Heimplätze
mit ca. 4,8 Mill. DM Landesdarlehen
b) im Neubau 152 Wohnungseinheiten
mit ca. 1,7 Mill. DM Landesdarlehen
623 Wohnungseinheiten
+ 108 Heimplätze
mit 6,5 Mill. DM Landesdarlehen.
Im Berichtsjahr sind bezugsfertig und
bereits bezogen worden:
im sozialen Wohnungsbau erstellte Wohnungen
578
im frei finanzierten Wohnungsbau 102
680
Wohnungen mit insgesamt 2.489 Räumen
und 34.718 qm Wohnfläche.
Seit dem Jahre 1948 wurden durch Neubau,
durch Wiederaufbau und Wiederherstellung gewonnen:
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Die Wohnraumlage der Stadt Düren zeigt
folgendes Bild
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Gegenüber dem Wohnungsbestand vor der
Zerstörung der Stadt fehlen heute noch 2.249 Wohnungen.
Dabei ist zu berücksichtigen, daß eine
größere Anzahl von Wohnungen durch Teilung gewonnen
ist und die neuerbauten Wohnungen im allgemeinen weniger
Wohnfläche haben. In Wirklichkeit liegt der
Wohnungsfehlbedarf noch höher, und zwar über 3.000.
Im Berichtsjahr wurden durch Neubau 179
gewerbliche Räume mit 5.707 qm Fläche geschaffen. Das
bedeutet gegenüber dem Vorjahre ein Mehr von 31
Räumen.
Die Rückführung Dürener
Bürger in ihre Heimatstadt wurde auch im Berichtsjahre
fortgesetzt. Es wurden zurückgeführt:
im Rahmen der Maßnahme
„äußere Umsiedlung“
5 Familien mit 15 Personen
im Rahmen der Maßnahme „innere
Umsiedlung“
29 Familien mit 65 Personen
aus den Landgemeinden des Kreises
Düren
12 Familien mit 35 Personen
insgesamt: 46 Familien mit 115 Personen.
Die Zahl der noch in der Evakuierung
lebenden registrierten Familien beträgt 202. Im Vorjahre
wurden 82 Familien mit 209 Personen zurückgeführt.
Es wurden ferner im Berichtsjahr im Rahmen
der Maßnahme „äußere Umsiedlung“ 7
Familien von Heimatvertriebenen mit 27 Personen umgesiedelt.
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