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Verwaltungsbericht der Stadt Düren 1950
Bericht zur Verabschiedung des neuen Haushaltsplanes
Der Wiederaufbau der Stadt machte auch im Rechnungsjahr 1950 weiterhin erfreuliche Fortschritte. Eine kurze Zusammenfassung soll über den Fortschritt Aufschluß geben.

1.) Baulandumlegungen
Nachdem die Stadtvertretung in der Sitzung vom 15.3.51 beschlossen hat, den gesamten nicht zweckgebundenen Grundbesitz der Stadt in der Umlegung mit einem Wert von ca. 500.000,– DM in die Umlegung einzuwerfen und sich dadurch der von den Teilnehmern zu tragende Beitrag auf 5 % des alten Besitzes gesenkt hat, konnte nunmehr der Abschluß der Umlegung durch Offenlegung der Pläne (einschl. der Mitteilungen der fälligen Zahlungen für Mehrwert und Beitrag) in Angriff genommen weren. Die von der Oberen Umlegungsbehörde noch nicht genehmigten Baublocks werden dieser nunmehr zur Genehmigung vorgelegt. Mit dem Abschluß der abzuhaltenden Termine wird bis zum Herbst nächsten Jahres gerechnet. Die Erklärung der Rechtskraft der einzelnen Blöcke (Teil-Umlegungsgebiet) wird gegen Ende des Jahres anlaufen. Gleichzeitig damit werden auch die Ein- und Auszahlungen in die Umlegungskasse fällig.

2.) Wohnungsbaudarlehen
Im Rechnungsjahre 1950 wurde der Stadt ein Betrag von 1.582.200,– DM zur Förderung der allgemeinen Instandsetzungsvorhaben zugewiesen. Mit diesen Mitteln konnten 274 Wohnungseinheiten gefördert werden. Ausserdem wurden 57.000,_ DM zur Instandsetzung von Dächern und bewohnter Wohnungen verteilt.
In Anbetracht des hohen Zerstörungsgrades der Stadt wurden durch das Land folgende Sondermittel bereit gestellt, die ausschließlich zur Erstellung von Bauten im Stadtkern verwandt werden mußten:
Landesdarlehen 2.950.000.– DM
I. Hypotheken 1.200.000,– DM
[zusammen] 4.150.000,– DM

Mit diesen Geldern sind folgende im Bau befindliche bezw. bereits fertiggestellte Vorhaben bezuschusst worden:
Baublock Marktplatz-Kölnstrasse 113 Wohnungen
Baublock Pletzergasse 27 Wohnungen
Baublock Jesuitengasse 24 Wohnungen
Baublock Schoellerstrasse 63 Wohnungen
Baublock Binsfelderstrasse 27 Wohnungen
Baublock Altenteich 69 Wohnungen
Einzelvorhaben in der Kölnstr. u. am Markt 28 Wohnungen
351 Wohnungen
Geplant und finanziert ist ausserdem ein weiterer Wohnblock zwischen Kämergasse und Steinweg mit 42 Wohnungen.

An den Haus- und Grundbesitzerverein
Düren, 10. Aug. 1951
[…]
In der Zeit vom 1.4.1950 bis 30.6.1951 wurden im Stadtgebiet von Düren
794 Wohnungseinheiten mit
2931 Räumen, darunter
43086 qm durch Neubau, Wiederaufbau, Wiederherstellung, Instandsetzung, Um-, An-, Aus- und Aufbau gewonnen.
In der gleichen Berichtszeit ist ein Zugang von 2.401 Personen zu verzeichnen.

6.) Bau-, Wohnungs- und Siedlungswesen
Den sichtbarsten Ausdruck vom Fortschritt des Wiederaufbaus zeigt nachfolgende kurze Zusammenfassung auf dem Gebiete des Bau-, Wohnungs- und Siedlungswesens: […]
c) Wohnungsbau
Im abgelaufenen Rechnungsjahr 1950 konnten weitere Instandsetzungsdarlehen in Höhe von 1.582.200,– DM zugeteilt werden. Mit diesen Mitteln wurden 274 Wohnungseinheiten gefördert. Zur Instandsetzung von Dächern und bewohnter Wohnungen ist außerdem eine Summe von 57.000,– DM darlehensweise zur Verfügung gestellt worden. Außer diesen Darlehnsmitteln wurden in Anbetracht des hohen Zerstörungsgrades der Stadt Sondermittel bereitgestellt, die ausschl. zur Erstellung von Bauten im Stadtkern zu verwenden waren. Es handelt sich um Landesdarlehen in Höhe von 2.950.000,– DM und um die Bereitstellung erster Hypotheken in Höhe von 1.200.000,– DM, zusammen 4.150.000,– DM. Mit diesen Geldern sind folgende im Bau befindliche bzw. bereits fertiggestellte Bauvorhaben finanziert worden:
Baublock Marktplatz-Kölnstrasse 113 Wohnungen
Baublock Pletzergasse 27 Wohnungen
Baublock Jesuitengasse 24 Wohnungen
Baublock Schoellerstrasse 63 Wohnungen
Baublock Binsfelderstrasse 27 Wohnungen
Baublock Altenteich 69 Wohnungen
Einzelvorhaben in der Kölnstr. u. am Markt 28 Wohnungen
zusammen 351 Wohnungen
Geplant und finanziert ist außerdem ein weiterer Wohnblock zwischen Kämergasse und Steinweg mit 42 Wohnungen.
Von einem weiteren großzügigen Bauprojekt mit etwa 300 Wohnungen der Neuen Heimat haben Sie am vergangenen Freitag gehört.
Als Ersatz für die Bewohner der Panzerkaserne wurden durch den Bund 248 Schlichtwohnungen erstellt und Anfang Juni bezogen.
Insgesamt wurden in der Zeit vom 1.4.1950 bis 30.6.1951 ohne die Schlichtwohnungen, die eine erhebliche Verbesserung der Wohnverhältniss der Kasernenbewohner ermöglicht haben, 794 Wohnungseinheiten mit 2.931 Räumen und 43.086 qm Wohnfläche durch Neubau, Wiederaufbau, Instandsetzungen, Um-, An- und Ausbau gewonnen. Diese Zahl bedeutet, daß der auf den Kopf der Bevölkerung entfallende Wohnraum im genannten Zeitraum um mehr als 1 qm zugenommen hat. Die Zahl fällt ins Gewicht, wenn berücksichtigt wird, daß 1947 eine Quadratmeterzahl von 5,4, 1948 von 5,8 und 1949 von 6,3 je Kopf der Bevölkerung zur Verfügung stand.