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Die Kreisstadt Düren
Jung und modern sind die Züge des heutigen Düren. Die meisten seiner 53.000 Einwohner leben in Bauten, denen die dunkle Patina des Alters fehlt. Sauber und freundlich blinken überall frischer Verputz und helle Klinker von den stucklosen, glatten Fassaden der Häuser. Sie alle, ob Wohn-, Geschäfts-, Verwaltungs- oder Schulgebäude, ob Reihen-, Einfamilien- oder Hochhäuser, ob schlichte, genormte Sozialbauten oder aufwendige, individuell gestaltete Villen, erwuchsen während der vergangenen eineinhalb Jahrzehnte in raschem Tempo. Auch heute noch künden Kräne und Gerüste an zahlreichen Punkten Dürens von einer intensiven Bautätigkeit. Moderne Zweckmäßigkeit, wertbewußte Gediegenheit und oftmals auch bauliche Kühnheit beherrschen an Stelle traditioneller oder verspielter Stilformen das Bild der Stadt. Nur einzelne Teile der äußeren Randzone tragen ein älteres, mehr düsteres Gesicht. Ihnen blieb der furchtbare Bombenhagel erspart […].

G. Maier, Düren, Die Siedlungen, in: Karl Künster, Der Landkreis Düren, Bonn 1967, S. 133