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„Terror-Angriff“ oder
„Moral Bombing“?
Freitag, 19.11., 19.00 Uhr, Saal des
Papst-Johannes-Hauses
Der Begriff des „Moral Bombing“
wurde von den Engländern geprägt, um das mit der
Bombardierung deutscher Städte bezweckte Ziel zu
umschreiben, nämlich die „Brechung der Kriegsmoral
der Deutschen“. Die Alliierten erhofften sich durch die
gezielten Angriffe auf die Zivilbevölkerung einen
Stimmungsumschwung, der zu einer Abkehr der Deutschen vom
Naziregime, im Idealfall sogar zu dessen gewaltsamer
Beseitigung führen sollte. Obwohl schon früh zu
erkennen war, dass die Reaktionen eher in die entgegengesetzte
Richtung tendierten (auch die englische Zivilbevölkerung
hatte sich ja nach den ersten deutschen Bombenangriffen z.B.
auf London noch enger um ihre Regierung geschart), wurden die
Bombardements immer heftiger.
Parallel dazu machte die technische
Entwicklung (z.B. des Radars) auch immer präzisere
Angriffe möglich. Die Luftbilder von Düren nach dem
Angriff zeigen in erschreckender Weise, wie genau das Areal der
alten, historischen Innenstadt zerstört worden war.
Für die deutsche Propaganda waren
diese Bombardements natürlich
„Terror-Angriffe“ gegen die schutzlose
Zivilbevölkerung, obwohl die deutsche Luftwaffe vorher
nach genau diesem Prinzip schon London und andere englische
Städte angegriffen hatte, von den Einsätzen im
Spanischen Bürgerkrieg („Guernica“) ganz zu
schweigen.
Hatte also irgend eine der Kriegsparteien
die „Moral“ auf ihrer Seite?
Weitere Fragen stellen sich im Zusammenhang
mit der nicht erfolgten Evakuierung von Düren oder der
Rolle, die unsere Heimatstadt noch kurz vor dem Angriff als
angebliches Beispiel für eine „idyllische Stadt an
der Front“ in einer Rundfunksendung gespielt haben soll.
In wie weit war Düren Aufmarschgebiet für Hitlers
letzte große Wahnidee, die
„Ardennenoffensive“?
Aus Anlass des 60. Jahrestages der
Zerstörung Dürens wollen wir diesen und anderen
Fragen mit der Unterstützung von Historikern, Zeitzeugen
sowie Bildern und Filmen vom alten und zerstörten
Düren nachgehen.
Der Abend ist eine gemeinsame Veranstaltung
von Dürener Geschichtswerkstatt, Pax Christi Düren,
Evang. Familienbildungsstätte und Volkshochschule der
Stadt Düren.
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