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3. September 1944
31. und 32. Fliegerangriff mit Bomben und Bordwaffen.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 215
9. September 1944
33. Fliegerangriff. Bordwaffenbeschuss, Bomben bei Gürzenich, an der Johannesbrücke, an der Antoniuskirche und an anderen Stellen.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 216
10. September 1944
34. Fliegerangriff. Bomben auf den Bahnhof, wo Tiefflieger Menschenjagden veranstalten; Tote.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 216
11. September 1944
Die Dürener Schulen werden geschlossen. Um diese Zeit ist wahrscheinlich ein Drittel der Schulkinder schon nicht mehr in der Stadt.
35. Fliegerangriff. Tiefflieger; Tote.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 216
14. September 1944
Amerikanische Truppen dringen bis Schevenhütte vor. In Lendersdorf werden einige weiße Fahnen gehisst, nachdem sich das Gerücht verbreitet hat, amerikanische Truppen seien am Nachmittag im Ort zu erwarten. Die Parteileitungen der NSDAP in Düren und Birkesdorf flüchten vor den angeblich herannahenden amerikanischen Truppen.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 216
15. September 1944
Um 23.50 Uhr setzt die Beschießung der Stadt durch amerikanische Artillerie ein, die bis zur Eroberung durch die Amerikaner am 25. Februar 1945 anhält. Bis zum 16. November durch mehr als 900 Granateinschläge 14 Tote, 46 Verwundete, 2.104 Häuser, 3 Kirchen, 3 Schulen, 1 Museum und 13 Fabriken beschädigt, teilweise völlig zerstört.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 216
16. September 1944
36. Fliegerangriff, Bombenabwurf.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 216
19. September 1944
37. Fliegerangriff. Bomben und Bordwaffenbeschuss, Tote.
38. Fliegerangriff. Bomben und Bordwaffenbeschuss. Bomben auf den Vorbahnhof zerstören dort einen aus 55 Personenwagen bestehenden Zug, der für eine eventuelle Evakuierung der Dürener Bevölkerung bereitsteht.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 216
22. September 1944
39. Fliegerangriff. Bomben und Bordwaffenbeschuss.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 216
27. September 1944
40. Fliegerangriff, Tote am Bahnhof.
Auf die Stadt werden im September (1944) 468 Sprengbomben abgeworfen, dadurch 26 Tote, 54 Verwundete.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 216
4. Oktober 1944
41. Fliegerangriff. Bomben auf das Bahnhofsgelände und auf die Panzerkaserne, Tiefflieger.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 216
6. Oktober 1944
42. Fliegerangriff. Bombenteppiche auf Stepprath, kaserne, Muttergotteshäuschen, Tuchfabrik, Stadtpark, Bahnhof, Nord-Düren; 18 Tote.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 217
9. Oktober 1944
43. Fliegerangriff. Bombenabwurf.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 217
12. Oktober 1944
44. Fliegerangriff, durch Tiefflieger auf den Bahnhof.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 217
18. Oktober 1944
45. Fliegerangriff. Bomben auf die verlängerte Bergstraße, in das Haus Binsfelder Straße 21 und auf die Kölner Landstraße hinter dem Neuen Wasserturm.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 217
29. Oktober 1944
46. Fliegerangriff. Tiefflieger.
Im Oktober steigert sich der Bombenabwurf auf 636 Bomben, dadurch 24 Tote und 71 Verwundete.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 217
1. November 1944
Vom Bannführer der Hitlerjugend werden Jungen zum Schanzen abgeholt.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 217
2. November 1944
In Düren geht das Gerücht, dass die Einwohner nach Halle und Merseburg evakuiert werden sollen.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 217
4. November 1944
47. Fliegerangriff. Tiefflieger.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 217
5. November 1944
48. Fliegerangriff. Bomben auf die Bahnanlagen, die Adolf-Hitler-Straße und ins Feld an der Eberhard-Hoesch-Straße. 3 Tote.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 217
5. November 1944
Im Rahmen der Vorbereitungen für die sog. „Ardennenoffensive“ erfolgt der OKW-Befehl für Täuschung und Geheimhaltung, Aufmarschvorbereitungen als Abwehrmaßnahmen gegen alliierten Großangriff im Raum Köln–Bonn.
Deutschland im zweiten Weltkrieg, Bd. 6, S. 126
8. November 1944
Die Orte Langenbroich, Bergheim, Bilstein, Untermaubach, Bogheim, Schlagstein, Obermaubach, Birgel, Berzbuir und Kufferath erhalten den Befehl zur Totalräumung. Alle nicht berufstätigen Personen aus Düren, Gürzenich, Rölsdorf, Lendersdorf, Krauthausen, Niederau, Kreuzau, Winden erhalten den Befehl zur Evkuierung. Höchstzulässiges Reisegepäck 30 kg pro Person.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 217
9. November 1944
49. Fliegerangriff. Bomben auf Nachschubwege, in die Wirtel- und die Goethestraße.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 217
10. November 1944
[Im Rahmen der Planungen für die Ardennenoffensive erfolgt] Hitlers „Befehl für den Aufmarsch und die Bereitstellung zum Angriff“, Ziel der Operation: Vernichtung des Gegners nördlich der Linie Bastogne – Brüssel – Antwerpen, Abschluß des Aufmarsches bis 27. November.
Deutschland im zweiten Weltkrieg, Bd. 6, S. 126
11. November 1944
50. Fliegerangriff. Bomben auf den Vorbahnhof, die Kuhbrücke und auf die Binsfelder Straße.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 218
12. November 1944
Abtransport der Bewohner von Lendersdorf, Kufferath und Berzbuir vom Bahnhof in Kreuzau nach Thüringen.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 218
16. November 1944
51. Fliegerangriff („Operation Queen“). Die Britische Luftwaffe bombardiert Düren von 15.23 bis 15.44 Uhr mit 474 Flugzeugen. Abwurf von 95 Zielmarkierern, 5.477 Sprengbomben und 148.980 Brandbomben im Gesamtgewicht von 2.751,9 Tonnen. Wahrscheinlich 3.126 Tote, völlige Zerstörung der Innenstadt. Der größte Teil der Bevölkerung flieht nach dem Angriff aus der Stadt.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 218
17. November 1944
Zurückkehrende Einwohner sowie Bergungs- und Räumtrupps aus Köln, Duisburg, Essen und Düsseldorf beginnen mit der Suche nach Verschütteten. In Ermangelung jeglichen schweren Geräts erfolgen die Arbeiten mit Hacken, Schaufeln und bloßen Händen. Bis einschließlich 19. November werden noch Personen lebend geborgen.
Die Rettungsarbeiten sind durch schwersten Artillerie-Beschuss bei tag und Nacht, durch Langzeitzünder sowie durch Tiefflieger stark behindert und gefährdet. Die Bergung von Verschütteten gestaltet sich besonders schwierig, weil keine Bunker vorhanden waren und die Bewohner sich in den Luftschutzräumen der Häuser aufhielten. […]
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 218
18. November 1944
Der an den Trümmern größerer Bauten eingesetzte Horchtrupp Köln stellt seine Tätigkeit ein, da er nichts Lebendes mehr feststellen kann.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 218
18. November 1944
„Bei dieser Gelegenheit [d.h. bei alliierten Luftangriffen im Westen] sind Düren und Jülich geradezu umgepflügt worden. Es fängt also wieder mit dem Luftterror an (...).“
Eintrag von Josef Goebbels in sein Tagebuch
19. November 1944
Auf Anordnung des Reichsverteidigungskommissars wird die Stadt geräumt, desgleichen werden Birkesdorf und Gürzenich evakuiert, am selben Tag und am 20. November auch Echtz, Geich und Konzendorf. Die Verladung geschieht mit der Reichsbahn ab Buir. Die Evakuierung erfolgt hauptsächlich in die Gaue Halle-Merseburg, Thüringen und Hannover-Braunschweig; kleinere Teile der Bevölkerung werden in andere Gegenden versprengt oder versuchen auf eigene Faust, aus dem Dürener Gebiet wegzukommen.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 218
23. November 1944
In der Stadt befinden sich noch etwa 200 Einwohner.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 219
9. Dezember 1944
[In offenbar völliger Verkennung der deutschen Vorbereitungen für die Ardennenoffensive gibt das unmittelbar in der deutschen Hauptangriffsrichtung stehende VIII. US-Korps am 9. Dezember folgende Feindlagebeurteilung ab: ] „Das gegenwärtige Verfahren des Gegners, neue Divisionen in diesen Abschnitt zu bringen, damit sie Fronterfahrung sammeln und sie dann zu anderweitiger Verwendung wieder herauszuziehen, zeigt seinen Wunsch, an diesem Frontabschnitt ruhig und inaktiv zu bleiben.“
Deutschland im zweiten Weltkrieg, Bd. 6, S. 128