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1. September 1939
Deutschland greift Polen an. Beginn des 2. Weltkrieges. Die Anordnungen des zivilen Luftschutzes treten in Kraft (Verdunkelung).
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 206
21. September 1939
Tagung der Ratsherren
5. Bereitstellung über- und außerplanmäßiger Ausgaben
b) „Es sollen weitere[!] 8 Stück öffentliche Luftschutzräume hergerichtet werden. Sie sind in folgenden Gebäuden vorgesehen:
Marktplatz 14, Prym; Wirtelstraße 37a, Kaufhaus Möller; Moltkestraße, Evangelisches Gemeindehaus; Kämergasse und Stürtzstraße, Eulenbrauerei; Adolf-Hitler-Straße, Park-Hotel; Kölnstraße 26 Breidkopff; Weierstraße, Kaufhaus Hansa.“
StAD, Ratsprotokoll v. 21.09.1939
In der Stadt gab es während des Krieges keinen einzigen öffentlichen Bunker.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 206
15. März 1940
Nichtöff. Tagung der Ratsherren
9. Gewährung eines Zuschusses an den evangelischen Kindergarten zum Ausbau eines Luftschutzkellers
StAD, Ratsprotokolle
Samstag, 20. April 1940
„Was tue ich im Ernstfall?“
Dürener Polizei verteilt wichtige Schrift – Sie gehört in jeden Haushalt
Westdeutscher Beobachter, Samstag, 20. April 1940, 3sp
12. Mai 1940
1. Fliegerangriff auf Düren. Eine Sprengbombe fällt 1 Kilometer östlich der Riemannkaserne.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 207
22. Mai 1940
2. Fliegerangriff, 21 Bomben. 1 Toter, 2 Verletzte; 5 Häuser in der Schillerstraße, Binsfelder Straße und Schoellerstraße schwer beschädigt, Schäden an Straßenbahnoberleitung, Eisenbahngeleisen, Leitung der Fernmeldeanlage, Treibhäusern, Brand in der van-der-Giese-Straße. 12 Familien obdachlos.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 207
10. Juni 1940
3. Fliegerangriff, 5 Bomben auf die Autobahn an der Kreuzung mit der Landstraße Düren-Jülich.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 207
17. Juni 1940
Wenn der Gestellungsbefehl kommt
Manches muß geordnet werden – Was ist zu tun?
Westdeutscher Beobachter, Montag, 17. Juni 1940, 2sp
20. Juni 1940
4. Fliegerangriff. 7 Splitterbomben auf Reichsbahngebiet zwischen Adolf-Hitler-Straße und Arnoldsweiler Brücke; Brandbomben teilweise auf den Güterschuppen. 20 Brandbomben in das Straßendreiek Gutenberg-, Stolze- und Mittelstraße. Schäden an den Reichsbahnanlagen. Kleinerer Brandschaden an den Häusern in dem genannten Straßendreieck. Luftdruck- und Splitterschäden an vielen Häusern der anliegenden Straßen sowie an einem Gasometer des Gaswerks.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 207
27. Juli 1940
Entschließung des Bürgermeisters: Erhöhung des Ausgabenansatzes „Einrichtungen des Luftschutzes“
StAD, Ratsprotokolle
30. Juli 1940
5. Fliegerangriff. 6 Sprengbomben auf Niederau mit Häuserschäden. 1 Sprengbombe an der Plaggengasse. 20 Brandbomben auf die Burgauer Allee. Geringe Sachschäden.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 208
Donnerstag, 1. August
Heute vor 22 Jahren:
Auch damals waren es Engländer!
Fliegerangriff auf Düren am 1. August 1918 – Kinder und Frauen gemordet
Westdeutscher Beobachter, Donnerstag, 1. August, 3sp m. 1 Foto der Südschule
Freitag, 9. August 1940
Luftschutz damals und heute
Von der Brandglocke bis zur Alarmsirene
Von Dr. A. Meyer
Westdeutscher Beobachter, Freitag, 9. August 1940, 3sp
Montag, 12. August 1940
Gang durch ein Dürener Lazarett
Die sinnvolle Betreuung der Verwundeten ist die Hauptaufgabe
(Dürener Reservelazarett Annaheim auf dem Bismarckberg)
Westdeutscher Beobachter, Montag, 12. August 1940, 3sp
28. August 1940
Wenn die Flak schießt . . .
Kleine physikalische Betrachtungen zu aktuellen Dingen
Westdeutscher Beobachter, Mittwoch, 28. August 1940, 3sp
21. Oktober 1940
6. Fliegerangriff. 6 Sprengbomben und 40 Stabbrandbomben in der Nähe der Panzerkaserne. Geringer Flurschaden. Bei Binsfeld 37 Sprengbomben und 45 Stabbrandbomben, Wirtschaftsgebäude der Burg durch Feuer teilweise zerstört. 14 Sprenbomben und 20 Stabbrandbomben in Girbelsrath, 5 Sprengbomben in Golzheim, 4 Sprengbomben in Morschenich.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 208
7. November 1940
7. Fliegerangriff. Abwurf von Brandplatten zwischen Rölsdorf und der Rur sowie in der Nähe der Neumühle und der südlichen Nideggener Straße, 2 Platten entzündet, keine Schäden.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 208
13. November 1940
8. Fliegerangriff. Größere Anzahl Brandplatten nördlich der Kölner Landstraße bei Distelrath, im Gelände der Heil- und Pflegeanstalt und in der Gemarkung Birkesdorf. Keine Schäden.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 208
10. Januar 1941
9. Fliegerangriff. 1 Stabbrandbombe ins Haus Kaiserplatz 16, geringer Sachschaden. 1 Stabbrandbombe ins Feld bei der Zuckerfabrik.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 208
25. Februar 1941
Entschließung des Bürgermeisters: Erhöhung des Ausgabenansatzes: Ausführung einmaliger durch Luftschutzmaßnahmen bedingte bauliche Änderungen.
StAD, Ratsprotokolle
26. Februar 1941
10. Fliegerangriff. Stabbrandbombe in den Garten des Hauses Weberstraße 4, keine Schäden; Flugblätter, betitelt „Terror“ und „Roosevelt hat euch gewarnt“, abgeworfen.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 209
4. April 1941
Nichtöff. Tagung der Ratsherren
5. Verschiedenes
e) 1. Kreisleiter Binz nahm Gelegenheit folgende Erklärung abzugeben: Es werden in der Stadt Gerüchte verbreitet, nach denen die kath Klöster aufgelöst werden sollen. Dies sei nicht der Fall. Wohl sei daran gedacht, einige Klöster für Lazarettzwecke einzurichten, um bei größeren Luftangriffen besonders gerüstet zu sein. Düren sei als Auffangstation etwaiger Verletzter für die umliegenden Städte gedacht.
[...]
3. Es sei begreiflich, daß die Presse die Opfer der Fliegerangriffe nicht in voller Zahl bekannt gebe. Auch sei das Aufgeben von Sammeltodesanzeigen nicht gestattet. In Zukunft erhalte die Partei genaue Zahlen mitgeteilt, die dann ihrerseits dafür Sorge tragen wird, daß die wirklichen Zahlen in der Bevölkerung bekanntgegeben werden. Diese Regelung sei notwendig, um dem Gegner auch jede Möglichkeit zu nehmen, aus den Zeitungsberichten Schlüsse zu ziehen [...]“
17. Juni 1941
11. Fliegerangriff. 1 Stabbrandbombe ins Haus Horst-Wessel-Straße 22, nicht entzündet, 1 in den Stadtpark.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 209
18. Juni 1941
12. Fliegerangriff. 3 Sprengbomben auf die Rieselfelder bei Birkesdorf, 1 ins Feld bei Köttenich, geringe Flurschäden. Stabbrandbomben in der Nähe der Riemannkaserne und im Rurgelände, Phosphor-Kalzium-Bombe (Blindgänger) beim Haus Holzstraße 20, nicht entzündete Leuchtbombe auf das Haus Blücherstraße 102.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 209
8. Juli 1941
13. Fliegerangriff. 2 Leuchtbomben und 5 Sprengbomben in der Nähe der Riemannkaserne, Flurschäden.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 209
11. Juli 1941
14. Fliegerangriff mit 10 englischen Flugzeugen, 47 Sprengbomben, davon 12 Blindgänger, hunderte Brandbomben. 19 Tote, 45 Verletzte. Schäden an 20 Industriebetrieben und 525 weiteren Gebäuden, davon 35 Totalschäden und 34 größere teilschäden. 35 Brände, davon 2 Großbrände. 234 Haushalte, davon 30 Einzelpersonen, obdachlos. Kämergasse, Bongard, Auf dem Altenteich und Weierstraße besonders betroffen.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 209
15. Juli 1941
[Anzeigenteil]
Dem völkerrechtswidrigen Fliegerangriff auf die Zivilbevölkerung fielen zum Opfer:
[folgen 15 Namen]
Mit mir nimmt die gesamte Bürgerschaft an dem großen Schmerz der Angehörigen tief empfundene Anteilnahme.
Das Andenken der Heimgegangenen wird stets in Ehren gehalten.
Schmitz, Bürgermeister
Westdeutscher Beobachter, Dienstag, 15. Juli 1941
21. Juli 1941
15. Fliegerangriff. Stabbrandbombe beim Haus Weierstraße 32, Leuchtbombe in Bahnhofsnähe, geringe Schäden.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 209
28. Juli 1941
Nichtöffentliche Tagung der Ratsherren
2. Mitteilungen […]
Luftangriff am 10./11. Mai 1941[Juli?]
StAD, Ratsprotokolle
30. August 1941
Entschließung des Bürgermeisters:
Außerplanmäßige Ausgabe: Maßnahmen zur Unterbringung von infolge Fliegerangriffen obdachlos gewordenen Familien
StAD, Ratsprotokolle
31. August 1941
16. Fliegerangriff. Stabbrandbombe auf die Schoellerstraße, von Anwohnern gelöscht. Keine Schäden.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 210
11. Oktober 1941
17. Fliegerangriff. 3 Sprengbomben in die Parkanlagen hinter dem Haus Oberstraße 64. Fenster- und Dachschäden.
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 210
14. November 1941
Düren eröffnete sein Soldatenheim
Wehrmacht und Deutsches Rotes Kreuz schufen eine vorbildliche Einrichtung
[in der früheren Gaststätte „Burghof“ in der Adolf-Hitler-Straße]
Westdeutscher Beobachter, Freitag, 14. November 1941, 2sp
18. November 1941
Entschließung des Bürgermeisters:
Maßnahmen zur Unterbringung von infolge Fliegerangriffen obdachlos gewordenen Familien
StAD, Ratsprotokolle
20. November 1941
Unfälle bei der Verdunkelung
Wer haftet für die entstandenen Schäden?
Westdeutscher Beobachter, Donnerstag, 20. November 1941, 3sp