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Dokumente deutscher Kriegsschäden. Evakuierte, Kriegssachgeschädigte,
Währungsgeschädigte. Die geschichtliche und
rechtliche Entwicklung, Hg. vom Bundesminister für
Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte
Band II/1, Soziale und rechtliche
Hilfsmaßnahmen für die luftkriegsbetroffene
Bevölkerung bis zur Währungsreform, Bonn 1960
[Der Luftschutz. …
Luftschutzgeschehen im rheinisch-westfälischen
Industriegebiet]
S. 355: Die
Auswirkungen der Invasion [vom 6. Juni 1944] auf den Luftschutz
Nachdem das rheinisch-westfälische
Industriegebiet im Herbst 1944 in das unmittelbare
Kriegsgeschehen mit einbezogen wurde, ergaben sich für die
Luftschutzführung zusätzlich schwere Aufgaben.
Bisher hatte die gegnerische Luftwaffe ihre
Angriffe auf die Zerstörung der Produktions- und
Versorgungsbasis, des Verkehrsnetzes und der Wohnstätten
der Bevölkerung in den Industriezentren gerichtet, um
einen Produktionsausfall zu erzwingen und den Widerstandswillen
der Bevölkerung zu untergraben. Nun ging sie
zusätzlich dazu über, im Rahmen ihrer
militärischen Operationen ihre Luftwaffe auf kleine
Städte und Dörfer, die im Vormarschgebiet lagen,
einzusetzen, um diese Städte und Dörfer als
Stützpunkte für die deutsche Wehrmacht auszuschalten
und den Durchbruch bzw. Vormarsch zu erzwingen. So wurden u.a.
die Städte Düren, Jülich, Kleve, Wesel,
Emmerich, Bocholt, Coesfeld und Dülmen fast völlig
zerstört. … Da die vorbeugende Evakuierung in diesen
Städten nur zum Teil durchgeführt worden war, weil
die Bevölkerung annahm, ihre Wohnstätten würden
wegen Fehlens der Industrie und anderer wichtiger Anlagen nicht
bombardiert, waren die Verluste sehr hoch. …
nach S. 688:
Fotografie „Düren · Blick auf die
zerstörte Stadt …“
Bild: Hermann Claasen, Köln
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