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Zur Einführung
Für die Stadt Düren war der 2.
Weltkrieg eigentlich im November 1944 beendet: Mit der totalen
Zerstörung war jedes zivile Leben erstorben, die
Bevölkerung in andere Teile des Reiches geflüchtet
oder evakuiert. Die nächsten Wochen und Monate wurde
zwischen den deutschen und alliierten Truppen mit großer
Verbissenheit um einen riesigen Haufen Schutt gekämpft.
Als den Amerikanern am 25. Februar 1945 der
Übergang über die Rur gelang und damit der Weg an den
Rhein frei war, hatten sie in Düren ganze 29 Zivilisten
vorgefunden, davon nur 4 deutsche. Es dauerte
erstaunlicherweise jedoch nur kurze Zeit, bis sich an diesem
unwirtlichen Platz, der einmal eine Stadt mit mehr als 40.000
Einwohnern gewesen war, die ersten Rückkehrer einfanden,
um wie selbstverständlich diese Stadt wieder auf zu bauen.
Fast genau ein Jahr nach der Einnahme durch
die Amerikaner, am 15. Februar 1946, waren in Düren schon
wieder 27.846 Personen polizeilich gemeldet.
Wie wurde das tägliche Leben für
diese vielen Menschen organisiert? Wo und wie wohnten sie? Wo
kamen Lebensmittel, Kleidung, Wasser und Strom her?
Wie bildeten sich die ersten Grundlagen
für eine neue Infrastruktur: Verkehrswege, Behörden,
Krankenhäuser, Schulen?
Wie war die Gefühlslage der
Dürenerinnen und Dürener? Wie erlebten sie den 8. Mai
1945, den Tag der bedingungslosen Kapitulation? Wurde über
die gesprochen, die nicht mehr zurückkehren würden?
Aus Anlass des 60. Jahrestages des
Kriegsendes wollen wir diesen und anderen Fragen mit der
Unterstützung von Historikern, Zeitzeugen sowie
zeitgenössischen Bildern und Filmen von Düren
nachgehen. Dazu laden wir recht herzlich ein zu unserer Veranstaltung am 6. Mai 2005.
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