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1933 Fortsetzung
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14.07.1933
Anzeigenteil
Konkursversteigerung
Am Samstag, den 15. Juli 1933 und folgenden Tagen werden öffentlich meistbietend gegen sofortige Barzahlung im Geschäftslokal der Firma Hartoch, Düren, Wirtelstraße 34, versteigert:
1 Partie Mäntel, Wäsche, Decken, Gardinenstoffe, Nessel,
Pullover, Krawatten, Damen- und Kinderkleider,
Unterwäsche, Schürzen
beginnend am Samstagmorgen 9 Uhr.
Schreiner, Gerichtsvollzieher
Westdeutscher Beobachter, Freitag, 14. Juli 1933
17.07.1933
Querschnitt vom Tage
Der Rubbedidupp-Masseur (Itzig Levy); Jud und Jazz (Köln)
Westdeutscher Beobachter, Montag, 17. Juli 1933
29.07.1933
Aus dem Kreise Düren
Wieder ein Judenlümmel als Betrüger entlarvt (Weber, Vettweiß)
Westdeutscher Beobachter, Samstag, 29. Juli 1933
03.08.1933
Handelsregistereintragung
18. Juli 1933 A 333, Firma Leop. Lion Söhne, Düren: Max Lion ist durch den Tod aus der Gesellschaft ausgeschieden. Die offene Handelsgesellschaft ist seit dem 15. Januar 1933 in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. Ein Kommanditist ist in die Gesellschaft eingetreten.
Westdeutscher Beobachter, Donnerstag, 3. August 1933
04.08.1933
Düren in Zahlen
Ergebnisse der Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 16.6.1933 in der Stadt Düren
(danach gab es in Düren 1933 insgesamt 372 Personen mit israelitischem Religionsbekenntnis, davon in Düren-Nord 71, in Düren-Ost 47, in Düren-Süd 5 und in Stadtmitte 249, d.s. 0,9%; im Vergleich: 1925 330=0,9%)
Westdeutscher Beobachter, Freitag, 4. August 1933
09.08.1933
Handelsregistereintragung
B 51: Firma Leonhard Tietz, Köln, Aktiengesellschaft, Zweigniederlassung Düren: Durch Beschluß der Generalversammlung vom 11. Juli 1933 ist der Gesellschaftsvertrag im – 1 betr. die Firma geändert. Die Firma ist geändert in: Westdeutsche Kaufhof Aktiengesellschaft (vorm. Leonhard Tietz A.G.).
Westdeutscher Beobachter, Mittwoch, 9. August 1933
24.08.1933
Anzeigenteil
Anzeige der Cigaretten-Fabrik Lande, Dresden, mit einem Brief der NSDAP-Kreisleitung Dresden, daß die Firma ein rein christliches Unternehmen sei
Westdeutscher Beobachter, 24. August 1933
03.09.1933
Zur Geschichte der Juden im Aachener Land
Im Jahre 1804 heißt es in einer amtlichen Verfügung des Herzogs von Jülich:
„Die Juden sind, auch nach den in anderen Staaten gemachten Erfahrungen, als schädliche Mitbürger zu betrachten“
[mit Dürener Betreffen]
Heimatblätter des Regierungsbezirks Aachen (Verantwortlich: Heinrich Capellmann, Cornelimünster; erscheint jeden Sonntag); Nr. 12, 3. September 1933 (2/3 Seite)
26.09.1933
p. Rölsdorf, 26. Sept. Hier fand am Sonntag die Schlußübung der Freiw. Feuerwehr statt. […] Im Lang’schen Fabrikgelände, früher Leimfabrik Napp, fand darauf die Schlußübung statt […]. Nach der üblichen Schulübung folgte eine Alarmübung. Der besonders hergerichtete alte Teil des Fabrikgeländes war dazu wie geschaffen. […]
Zeitungsbericht unbekannter Provenienz, Slg. Kaiser
27.09.1933
Aus der Bewegung
Rassenproblem als nationalsozialistische Mission
Bedeutsame Ausführungen bei der NS-Lehrerversammlung
(Kreisleiter des NS-Lehrerbundes ist Pg. Gebhardt)
Westdeutscher Beobachter, Mittwoch, 27. September 1933
November 1933
Dr. Paul Moses, Programmatische Vorstellung des Jüdischen Kulturbundes Rhein-Ruhr
Artikel
Dr. Paul Moses, bis 1934 Erster Vorsitzender des Kulturbundes Rhein-Ruhr, stellt in seinem Artikel Sinn und Zweck der Organisation heraus. Die materielle Unterstützung der Künstler, die seit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft aus Theater, Film, Konzerthallen und Museen verdrängt wurden, war das Hauptmotov für die im Herbst 1933 auf Initiative der Kölner Zentralstelle für Jüdische Wirtschaftshilfe erfolgte Gründung des Jüdischen Kulturbundes Rhein-Ruhr. Jüdische Künstler sollten vor jüdischem Publikum auftreten. Der Kulturbund, der 1935 schon 5000 Mitglieder und 191 Festangestellte zählte, der bis 1934 205 Veranstaltungen, darunter viele Eigenproduktionen organisiert hatte, war ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, von dem auch die jüdische Handwerker der Region profitierten. Zum Jüdischen Kulturbund Rhein-Ruhr gehörten die Spielorte Aachen, Bochum, Bonn, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Krefeld, Wuppertal, nach 1934/35 auch Dortmund und Düren. […]
Mitteilungen des Jüdischen Kulturbundes Rhein-Ruhr, Bibliothek Germania Judaica; Jüdisches Schicksal in Köln 1918-1945, S. 215
04.12.1933
Kaminbrand in Rölsdorf
Rölsdorf, 4. Dez. Am Sonntagnachmittag gegen 5 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr durch das Ertönen der Brandsirene zu einem Kaminbrande gerufen. Ehe jedoch die Wehr eintraf, war schon wieder alles in Ordnung.
Es handelte sich um einen kleinen Brand in dem alten Nappschen Fabrikgebäude, welches bekanntlich durch den Kaminumsturz vor kurzer Zeit erheblich beschädigt wurde.
(Westdeutscher Beobachter?), 4. Dezember 1933, in: Materialien Johann Kaiser, FF Düren, Hefter 1933
16.12.1933
SA Männer verhüten Zimmerbrand
Langerwehe, 16. Dez. Am Donnerstagabend nach 9 Uhr bemerkte ein SA-Truppführer und ein SA-Mann auf dem Nachhauseweg von der Hauptstraße aus, wie eine[!] in der Wohnung des Inhabers des jüdischen Konfektionsgeschäftes Geschw. Kaufmann am Fenster aufgestelltes Kerzenlicht plötzlich die Fenstervorhänge erfaßte und in Brand setzte. Kurz entschlossen liefen die SA-Männer ins Haus, die Treppe hinauf und konnten die Flammen, die bereits die Holzleisten des Fensters erfaßt hatten, löschen.
(Westdeutscher Beobachter?), 16. Dezember 1933, in: Materialien Johann Kaiser, FF Düren, Hefter 1933


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