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1921-1925
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1921-1925
V. Schulwesen
I. Volksschulen
Die israelitische Schule zählte in den
genannten Jahren [1921-1926] 19, 16, 15, 12, 7 und 12
Schulkinder.
2. Höhere Schulen
a) Staatlich-stiftisches Gymnasium mit
Realprogymnasium
Die Zahl der israelitischen Schüler
betrug
1921 – (von 426), 1922 1 (von 444),
1923 1 (von 452), 1924 – (von 460), 1925 – (von
540)
b) Realgymnasium mit Realschule
Die Zahl der israelitischen Schüler
betrug
1921 29 (von 429), 1922 31 (von 440), 1923
27 (von 422), 1924 26 (von 458), 1925 28 (von 517)
c) Städtisches Oberlyzeum
Die Zahl der israelitischen
Schülerinnen betrug
1921 37 (von 350), 1922 39 (von 333), 1923
23 (von 296), 1924 16 (von 269), 1925 17 (von 293)
3. Berufs- und Fachschulen
d) Frauenschule der Ursulinen
Die Zahl der israelitischen
Schülerinnen betrug
1921 – (von 192), 1922 1 (von 200),
1923 6 (von 226), 1924 2 (von 244), 1925 4 (von 263)
Kirchen- und Religionsangelegenheiten
c) Synagogengemeinde
Die Synagogengemeinde zählt ca. 400
Seelen. Sie wird von dem Vorstande, bestehend aus 3 Mitgliedern
und 12 Repräsentanten, verwaltet. Der Männerverein,
der 75 Mitglieder umfaßt, und der Frauenverein mit 100
Mitgliedern steuern der Not, die weite Kreise der Gemeinde
erfaßt hat. Im Jahre 1922 wurde die Synagoge dank der
Opferwilligkeit der Gemeindemitglieder innen und außen
renoviert, so daß dieselbe zu den Sehenswürdigkeiten
der Stadt gezählt werden darf. Auf der einfachen
Gedenktafel sind die 10 Heldensöhne aus der hiesigen
Synagogengemeinde zum heiligen Gedächtnis verzeichnet. Der
einzige Lehrer und Kultusbeamte Oppenheim kann in diesem Jahr
sein 25jähriges Ortsjubiläum feiern.
Für die Belebung des geistigen Lebens
und für die bessere Würdigung des Judentums sorgen
der Jüdische Jugendverein mit über 100 Mitgliedern
und der „Zentralverein deutscher Staatsbürger
jüdischen Glaubens“ mit 60 Mitgliedern.
Bericht über den Stand und die
Verwaltung der Gemeindeangelegenheiten der Stadt Düren vom
1. April 1921 bis 31. März 1926, Düren 1926, S.
105ff.; S. 135
1921
29.04.1921
r. Wagenbrand. Donnerstag abend fing ein
mit Lumpenballen beladener Wagen der Dampfstraßenbahn in
der Neuejülicherstraße Feuer. Er wurde bis in die
Bahnhofseinfahrt geschleppt und dort vonder freiw. Feuerwehr
nach beinahe 3stündiger Arbeit abgelöscht. Die Ladung
gehörte der Firma Heimann in Pier; die Ballen sind alle
angebrannt; der Wagen wurde ebenfalls beschädigt.
Zeitungsbericht unbekannter Provenienz,
Slg. Kaiser
1921/1922
5. Die Schüler (1864-1928)
A. Ehemalige Schüler, die an der
Schule ein Abschlußzeugnis erwarben, und Abiturienten
[…] Edler Rudolf, Düren
[…]
Festschrift zur Hundertjahrfeier des
Realgymnasiums mit Realschule in Düren, Düren 1928,
S. 163
1922
30.01.1922
Sonntag morgen kurz nach 8 Uhr wurde die
Feuerwehr wieder [!] zu einem Brande in der Wirtelstraße
zum Schuhhaus Berg gerufen. Bei Ankunft der Wehr war das ganze
Haus schon verqualmt durch Rauch. Die Bewohner waren durch die
Nachbarschaft und Passanten geweckt worden. Um in das Haus zu
kommen, mußte die Feuerwehr die mechanische Leiter holen
und über das Dach hineinsteigen, weil der Treppenaufgang
Feuer gefangen hatte. Die Treppe zur 1. Etage war bereits
durchgebarnnt. Das Feuer ist im Erdgeschoß entstanden und
zwar durch Stichflammen, die beim Auseinanderschmelzen und der
Explosion des Gasmessers entstanden. Fast in sämtlichen
Zimmern sind die Möbel angebrannt. Im Laden ist durch
Wasser fast alles verdorben. Der Schaden ist groß; die
Versicherung nicht ausreichend.
Zeitungsbericht unbekannter Provenienz,
Slg. Kaiser
30.03.1922
Pier, 28. März. Die Firma A. Heymann
u. Co., Lumpensortieranstalt, stiftete der hiesigen Feuerwehr
zur Anschaffung neuer Geräte 10 000 Mark.
Zeitungsbericht unbekannter Provenienz,
Slg. Kaiser
15.05.1922
Goldenes Feuerwehr-Jubiläum
Düren, 13. Mai
Am 13. Mai konnte die hiesige Feuerwehr ein
schönes Jubiläum feiern: das 50jährige Bestehen
des 1. Löschzuges, gegründet im Jahre 1872 als
Rettungskompanie, die dann den Namen Steigerabteilung
führte, bis sie den heutigen annahm. […] Von den
Gründern sind noch am Leben: […] Al. Bendix
[…].
Zeitungsbericht unbekannter Provenienz,
Slg. Kaiser
31.05.1922
Die Stadt hat 37.626 Einwohner, 33.209
Katholiken, 4.073 Evangelische, 339 Juden
Geuenich, Straßennamen, S. 225
12.08.1922
[Große Anzeige]
Städtische Freiw. Feuerwehr Düren
26. Feuerwehrtag u. Verbandsfest
des Feuerwehrverbandes der Rheinprovinz
verbunden mit der
50 Jahr-Feier
der
Städt. Freiw. Feuerwehr Düren
am 2. und 3. September 1922
[…]
Der Ehren-Ausschuß:
[…] Herm. Löwenstein, Fabrikant
[…]
Zeitungsbericht unbekannter Provenienz,
Slg. Kaiser
3. Der Elternbeirat (seit 1919)
1. Frühere Mitglieder
[…]
Kaufmann Edler, Düren, 1922 und 1923
Festschrift zur Hundertjahrfeier des
Realgymnasiums mit Realschule in Düren, Düren 1928,
S. 153
1922/1923
5. Die Schüler (1864-1928)
A. Ehemalige Schüler, die an der
Schule ein Abschlußzeugnis erwarben, und Abiturienten
[…] Jakobs Gustav, Gürzenich
[…]
Festschrift zur Hundertjahrfeier des
Realgymnasiums mit Realschule in Düren, Düren 1928,
S. 160
1923
[01.07.1923]
VIII: Wohlfahrtswesen, 5. Gesundheitsamt,
d) Schulgesundheitspflege
Schulzahnklinik
Leitender Arzt: bis 1. Juli 1923 Frau Dr.
med. dent. Eschelbacher-Roer, seitdem Dr. med. dent. Krebs
Bericht über den Stand und die
Verwaltung der Gemeindeangelegenheiten der Stadt Düren vom
1. April 1921 bis 31. März 1926, Düren 1926, S. 175
30.08.1923
Lamersdorf, 29. Aug. Gestern abend gegen 7
Uhr entstand auf bisher ungeklärte Weise in der Scheune
der Geschwister Marx hier Feuer, das in kurzer Zeit die
Oekonomiegebäude und die Stallungen von zwei
Nachbarhäusern in Asche legte; ein Wohnhaus wurde schwer
beschädigt. Die Frucht von zwanzig Morgen wurde ein Raub
der Flammen. Die Feuerspritzen von hier und der Nachbarorte und
besonders das rasche und tapfere Eingreifen der Indener
Feuerwehr mit ihrer neuen Motorspritze konnte
größeres Unglück verhüten.
Zeitungsbericht unbekannter Provenienz,
Slg. Kaiser
03.09.1923
Schophoven, 1. Sept. Vergangene Nacht gegen
11 Uhr wurde der in Jülich-Selgersdorf gebildete
Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Jülich alarmiert,
da von hier aus Brandsignale gegeben wurden. Im Anwesen des
Herrn Josef Wolff war die Scheune in Brand geraten und das
Feuer griff schon auf den Dachstuhl des Nachbarhauses
über. Im Handumdrehen war die Selgersdorfer Spritze von
kräftiger Männerfaust in schrafem Tempo zur
Brandstelle gebracht. Dies verdient umso größere
Anerkennung, als die vierrädrige Spritze für
Pferdebespannung eingerichtet und deren Umbau für
Handbetrieb noch nicht erfolgt ist. Eine halbe Stunde nach
Alarm konnte der Selgersdorfer Löschzug ohne gerufen zu
sein, als erste Wehr dem Brande mit ihrer Spritze zu Leib
gehen. Nach 2 1/2stündiger schwerer Arbeit war das sich
schnell verbreitende Feuer gelöscht.
Zeitungsbericht unbekannter Provenienz,
Slg. Kaiser
Oktober 1923
[c) Naturalversorgung der
Wohlfahrtsunterstützungsempfänger]
[…] Der Detaillistenverein
veranstaltete jedoch im Oktober 1923 unter seinen Mitgliedern
eine Sammlung. Die Geschäftsleute hatten Gutscheine auf
Waren ausgestellt, die vom Karitasverband und dem evangelischen
und jüdischen Frauenverein an die Bedürftigen
verteilt wurden. […]
Bericht über den Stand und die
Verwaltung der Gemeindeangelegenheiten der Stadt Düren vom
1. April 1921 bis 31. März 1926, Düren 1926, S. 157
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