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1851 - 1860
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1851
21.02.1851
Es besteht eine jüdische
Elementarschule.
STAD, RP 1851 Febr. 21, in:
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 98
1853
13.04.1853
13. April 1853
Die Regierung, Abt. des Innern, an das
Israelitische Konsitorium zu Krefeld, betr. die Bildung der
Synagogen-Gemeinden im Regierungsbezirk Aachen. Konzept
[…]
Die Ausführung jenes Gesetzes, bei
welchem man vorzugsweise die Verhältnisse der
Judenschaften in den älteren Landestheilen im Auge gehabt
zu haben scheint, ist für den diesseitigen Bezirk
deßhalb mit Schwierigkeiten verknüpft, weil die
jüdische Bevölkerung nur in sehr wenigen Orten in
größerer Anzahl vorhanden, vielmehr, namentlich auf
dem platten Lande, eine sehr zerstreute und vereinzelte ist.
Nach der Letzten, im Dezbr. v.J. bewirkten Volkszählung
waren vorhanden
1. im Stadtkreis Aachen 361
2. im Landkreis Aachen 317
3. im Kreise Düren 668
4. im Kreise Erkelenz 145
5. im Kreise Eupen 1
6. im Kreise Geilenkirchen 195
7. im Kreise Heinsberg 230
8. im Kreise Jülich 652
9. im Kreise Malmedy 6
10. im Kreise Montjoie -
11. im Kreise Schleiden 244
zusammen im ganzen Bezirk 2819
Israeliten
[…]
Zunächst würde der Anschluß
der Juden des Kreises Schleiden an den Dürener
Synagogenbezirk unseres Er. eine lebensunfähige
Einrichtung bleiben, indem einem solchen Anschluße die
thatsächliche Möglichkeit der Theilnahme am Cultus
wegen der weiten Entfernung und Ausdehnung des Kreises
Schleiden fehlt. […]
Hiernach würde sich die Gliedrung der
diesseitigen Judenschaft zu einem corporativ-kirchlichen
Verbande folgendermaaßen gruppiren:
[…]
2. Dürener Synagogenbezirk für
den Landkreis Düren in Düren […]
HStAD, RAA 2477. Abdruck in: Lepper I, S.
722 f.
12.05.1853
12. Mai 1853
Das Israelitische Consistorium zu Krefeld
(Oberrabbiner Dr. Bodenheimer) an die Regierung, Abt. des
Innern, betr. die Bildung von Synagogenbezirken im
Regierungsbezirk Aachen
Auf das verehrliche Schreiben vom 13. April
a.c. haben wir Folgendes zu erwiedern. -
[…]
Der Kreis Düren macht aber hier keine
Ausnahme, denn die Israeliten von Langerwehe und Weisweiler
können, da sie die Eisenbahnen, wie gesagt, an den
betreffenden Tagen nicht in Anspruch nehmen dürfen,
unmöglich dem Gottesdienste zu Düren beiwohnen und
haben beide Gemeinden für die Erhaltung ihrer eigenen
herrlichen Synagogen besondere Verpflichtungen, während
die Kreishauptstadt Düren ein unansehnliches Betzimmer
besitzt, das kaum die israelitischen Einwohner
Düren’s aufzunehmen vermag.
[…]
HStAD, RAA Nr. 2477. Abdruck in: Lepper I,
S. 723 f.
1855
30.06.1855
30. Juni 1855
Die Regierung, Abt. des Innern, an den
Oberpräsidenten der Rheinprovinz von Kleist-Retzow, betr.
die Bildung der Synagogengemeinden im Regierungsbezirk
Auf die seitwärts bezogenen hohen
Verfügungen beehren wir uns Ew. p. gehorsamst zu
berichten, daß gemäß dem zur Ausführung
des Gesetzes v. 23. Juli 1847 entworfenen Organisationsplan
[…] die jüdische Bevölkerung des hiesigen
Bezirks in nachbemerkte fünf Synagogenbezirke abgetheilt
worden ist.
[…]
2. Dürener Synagogenbezirk für
den Kreis Düren in Düren;
[…]
Die Wahl der Repräsentanten und
Vorstände hat für die oben stehenden - sub 1 und 2 -
benannten Synagogen-Bezirke vorschriftsmäßig Statt
gefunden […]
Was die Abfassung der Statuten betrifft, so
war bei Eingang des Erlasses v. 27. März c. der
diesfällige Entwurf für den Aachener Synagogenbezirk
bereits vorgelegt, jedoch behufs der Berichtigung einzelner
Punkte zurückgegeben worden.
Im Dürener Synagogen-Bezirk
stießen die für den gleichen Zweck getroffenen
Einleitungen auf Widerspruch. Es ist daher nach Maaßgabe
der im § 50 des Ges. v. 23. Juli 1850 enthaltenen
Bestimmungen der betreffende Landrath beauftragt worden,
für die Entwerfung der Statuten eine provisorische Frist
dem Vorstande und den Repräsentanten zu bestimmen, bei
deren fruchtlosem Verlauf eventuell das in der bezogenen
Gesetzes-Bestimmung vorgesehene Reglement erlassen werden wird.
[…]
Nach Inhalt dieses Erlasses sind die, mit
der Leitung der Organisation in den resp. Synagogenbezirken
beauftragten Landräthe angewiesen worden, die Anfertigung
der Statuten-Entwürfe bewirken zu lassen. Die Erledigung
dieser Aufgabe wird für diejenigen Synagogen-Bezirke, wo
die Wahl der Repräsentanten und Vorstände noch [zu]
bewirken bleibt, längere Zeit erheischen. Aber auch, was
die Synagogenbezirke Aachen und Düren betrifft,
dürfte nach der bisherigen Erfahrung kaum zu erwarten
seyn, daß die anderweit bearbeiteten Entwürfe
hinsichtlich der Form und Vollständigkeit bei der nunmehr
zu gewärtigenden Vorlage den Anforderungen genügend
entsprechen werden, um ohne jegliche weitere Erörterung
mit dem betreffenden Vorstande Ewer p. zur Hochgeneigten
Bestätigung unterbreitet werden zu können.
[…]
Konzept. HStAD, RAA, Nr. 2477 (o. Blz.),
in: Lepper I, S. 752
03.12.1855
Volkszählung. Die Stadt hat 8.500
Einwohner, 7.835 Katholiken, 602 Evangelische, 63 Juden, 849
Feuerstellen.
Geuenich, Straßennamen, S. 223
1857
30.05.1857
30. Mai 1857
Die Regierung, Abt. des Innern, an den
Ober-Präsidenten der Rheinprovinz, betr. Änderungen
des Normal-Statuts für die Synagogen-Gemeinden
Euer p. ermangeln wir nicht mit Bezug auf
den Schlußsatz der seitwärts rubrizirten
Hochverehrlichen Verfügung vom 30. v. M. gehorsamst
anzuzeigen, daß die Constituirung der 5 Synagogen-Bezirke
Aachen, Jülich, Düren,
Geilenkirchen-Heinsberg-Erkelenz und Gemünd, welche den
ganzen hiesigen Regierungs-Bezirk umfaßen, durch
Feststellung der Gemeinde-Bezirke und Wahl der
Repräsentanten und der Vorstände stattgefunden hat,
weshalb diesseits der Auflösungdes jüdischen
Consistorii zu Crefeld ein Bedenken nicht entgegensteht.
Konzept. HStAD, RAA Nr. 2478 (o. Blz.), in:
Lepper I, S. 779
1858
Die Israeliten des ganzen Kreises sind zu
einer Synagogen-Gemeinde (in Düren) vereinigt, welche aber
an 8 verschiedenen Orten einzelne Bethäuser hat und
darnach in Unterabtheilungen zerfällt. […]
Nach den Confessionen zerfällt die
Bevölkerung [des Kreises Düren] in:
Evangelische 966,
Katholiken 55,117,
Juden 647.
Darstellung der statistischen und
sonstigen Verhältnisse, insbesondere der Resultate der
Verwaltung des Kreises Düren. Unter Zugrundelegung der
statistischen Aufnahme von 1858, Düren 1860, S. 5, 6
27.01.1858
[Anzeige]
Nideggen im Januar 1858
Bei Gelegenheit ihrer israelitischen
Hochzeit wird am Mittwoch den 27. Januar beim Wirthe Herrn
Wilhelm Nolden in Drove ein
Familien-Ball
stattfinden, wozu alle Freunde, Bekannten
und Familien höflichst eingeladen werden.
Hermann Gordon aus Gürzenich
Daniel Imdorf aus Drove
Henriette Schwarz aus Embken Gudula
Simon aus Bleibuir.
Müller, S. 87
03.-05.12.1858
Volkszählung: Die Stadt hat 8.792
Einwohner, 8.016 Katholiken, 698 Evangelische, 78 Juden
Geuenich, Straßennamen, S. 224;
Verkündiger 1859 Dez. 17, in: Domsta/Krebs/Krobb,
Zeittafel, S. 105
1860
Würdenträger der 1.
Bürgerschützengesellschaft Rölsdorf
[…] 1860 Isaak Keusch
125 Jahre Schützenbruderschaft
Constantia 1877 e.V. Düren-Rölsdorf, Düren 2002,
S. 44
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