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Bevölkerungszahlen (Forts.)
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1935
18. Januar 1935
Wieviel Juden gibt es in Düren?
Düren, 17. Januar
Das Rassenpolitische Amt der NSDAP hat in
diesen Tagen in einer Veröffentlichung zu der sehr
interessanten Frage Stellung genommen, ob und welche
Rückschlüsse die Ergebnisse der Volkszählung vom
16. Juni 1933 über die Religionsgliederung der deutschen
Bevölkerung und damit über den Anteil der Israeliten
auf die tatsächliche rassenmäßige
Zusammensetzung des deutschen Volkes zulassen. Der Kommentar
des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP kommt nach einer
eingehenden Würdigung der Ergebnisse der Volkszählung
über die Religionsgliederung des deutschen Volkes zu dem
Ergebnis, daß die von der Volkszählung ermittelten
Ziffern über den Anteil der Juden in Deutschland
unvollständig seien, weil sie nicht nach Rasse, sondern
nur nach der Religion unterscheiden. Es seien in ihnen alle die
nicht enthalten, die bereits früher zum christlichen
Glauben übertraten, ihr jüdisches Wesen aber dennnoch
vollauf bewahrten, und ferner alle die nicht, die in Mischehen
mit Andersrassigen leben. Wie groß diese beiden Gruppen
in Wirklichkeit seien, lasse sich heute höchstens ganz
grob schätzen. Man dürfe vielleicht vermuten,
daß der Anteil der jüdisch vermischten
Bevölkerung bei uns mehrfach so groß sei, als der
Anteil derer, die sich auch heute noch zum jüdischen
Glauben bekennen.
Die Zahlen der Religionsgliederung
können uns somit nur eine Grundlage für die
Beurteilung des Judentums in Deutschland geben. Seinen
wirklichen Umfang festzustellen, sei Aufgabe einer eingehenden
Untersuchung, vor allem der Berufsstände, die ihre
sämtlichen Angehörigen zu erfassen haben und
über die tatsächliche rassenmäßige
Zusammensetzung des deutschen Volkes aus den so gewonnenen
Ergebnissen Aussagen machen können. Die in diesem
Kommentar des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP niedergelegten
Gesichtspunkte sind bei Betrachtung der nachstehenden
Ergebnisse über den Anteil der Israeliten an der
Dürener Bevölkerung zu berücksichtigen.
Nach den amtlichen Feststellungen der
Volkszählung
gab es in der Stadt Düren
am 16. Juni 1933 358 Israeliten
(Gesamtbevölkerung: 40.880)
am 16. Juni 1925 330 Israeliten
(Gesamtbevölkerung: 37.176)
Im Regierungsbezirk Aachen gab es
am 16. Juni 1933 3.482 Israeliten
am 16. Juni 1925 3.671 Israeliten
Im Deutschen Reich gab es
am 16. Juni 1933 499.682 Israeliten
gegen 564.379 am 16. Juni 1925.
Die Israeliten (nach der Religions-, nicht
der Rassenzugehörigkeit) umfassen nach der Zählung
1933 rund 0,77 v.H. der Gesamtbevölkerung. Von 1925 bis
1933 haben die Israeliten im Deutschen Reich um rd. 65.000 oder
11,5 % abgenommen. Nach den amtlichen Feststellungen ist diese
Abnahme vor allem auf Abwanderung zurückzuführen. Sie
erklärt sich ferner aus dem Sterbefallüberschuß
der Israeliten, zum Teil wohl auch durch Austritte aus den
israelitischen Religionsgemeinschaften. Inzwischen dürfte
die Zahl der Israeliten weiter abgenommen haben. Der Anteil der
Israeliten an der Reichsbevölkerung ist im letzten
Zählabschnitt von 0,90 auf 0,77 v.H. zurückgegangen.
G.Wdm.
Westdeutscher Beobachter, Freitag, 18.
Januar 1935
24.07.1935
Kreisbauernschaft Düren, Der
Kreisbauernführer
Düren, 24. Heumond [Juli] 35
An die Landesbauernschaft Rheinland
Verwaltungsamt
Bonn, Endenicher Allee 60
Betrifft: I B la Erhebung über Juden
Meine Erhebungen über die Juden haben
festgestellt, dass im Kreise Düren 583 Juden leben, davon
347 allein in der Stadt Düren. […]
Kopie im GW-Archiv
1938
14.10.1938
Wie stehts mit der jüdischen
Abwanderung?
Noch 266 Juden wohnen in Düren
Die Statistik gibt Auskunft über die
jüdischen Einwohner, ihre Herkunft und Berufe
Westdeutscher Beobachter, Freitag, 14.
Oktober 1938, 3sp
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