Name
Vorname(n)
Titel
GebName
Radermacher
Radermacher
Friedrich
Prof.
 
GebDatum
GebOrt
TodDatum
TodOrt
14.04.1924
Düren
 
 
Vater
Mutter
Geschwister
Willy Radermacher
Jenny, geb. Zorn
 
Ehepartner
Kinder
Gertrud Lingemann
4 Töchter
Beruf(e)
Adresse(n)
Musiker, Komponist
Horster Allee 12
40721 Hilden
Radermacher, Friedrich

Friedrich Radermacher wurde am 14. April 1924 in Düren in der Kirchstraße geboren. Seit 1928 wohnte er in Eschweiler, besuchte aber 1931 für ein halbes Jahr die evangelische Volksschule in Düren. Damals wohnte er bei seinen Großeltern in der Paradiesstraße, wo er bis 1938 auch regelmäßig die Sommerferien verlebte. Sein Vater, Willy, war Chorleiter und Organist, seine Mutter, Jenny, geb. Zorn, Privatmusiklehrerin. Die Schulzeit (Abitur 1942) verbrachte er in Eschweiler. Nach dem Unterricht bei den Eltern (Hauptinstrument Geige) ging er 1938 zum Konservatorium nach Aachen, 1940 zur Rheinischen Musikschule nach Köln, wo er Violin- und Klavierunterricht erhielt.

Von April bis September 1942 war er als Trompeter im RAD-Musikzug Metz, danach als Panzergrenadier beim Militär in Insterburg (Ostpreußen). Nach Einsätzen im Osten, Süden und Westen (Verwundung in Russland) geriet er im Februar 1945 als Leutnant der Reserve in der Nähe seiner Geburtsstadt Düren bei Arnoldsweiler (Haus Rath) in amerikanische Gefangenschaft, aus der er im August 1945 entlassen wurde.

Schon während der Schulzeit war er als Leiter eines Jugendorchesters tätig. Da sein Vater im Krieg vermisst war, übernahm er 1945 einen Teil dessen Aufgaben zunächst als Platzhalter und später ganz, als sein Vater nicht aus dem Krieg zurück kam. Dadurch hatte er bereits während des Studiums an der Kölner Musikhochschule Gelegenheit, sich praktisch zu betätigen. Er studierte Komposition (Prof. Philip Jarnach und Prof. Frank Martin) und Dirigieren (Prof. Günter Wand). Bis zum Jahr 1959 war er im Raum Köln-Aachen als Chor- und Orchesterdirigent tätig, später nur noch gastweise. Seit 1955 wohnte er in Köln.

1952 erhielt er einen Lehrauftrag an der Kölner Musikhochschule, zunächst im Rahmen der Opernschule, später als Professor für Tonsatz. Von 1976 bis zum Eintritt in den Ruhestand (1986) war er stellvertretender Direktor. An der Universität Köln (Musikwissenschaften) hatte er einen Lehrauftrag für Musiktheorie von 1960 bis 1980.

1949 heiratete er Gertrud, geb. Lingemann. Aus der Ehe gingen 4 Töchter (8 Enkel) hervor.

Seit seinem Eintritt in den Ruhestand widmet er sich ganz der Komposition. Sein Werkverzeichnis umfasst Arbeiten vom kleinen Chorlied bis zur Oper, Oratorium und Sinfonie, wobei die Kammermusik einen breiten Raum einnimmt. Die Mehrzahl der Arbeiten sind im Auftrag für bestimmte Ausführende bzw. konkrete Anlässe entstanden.

Seit September 1999 wohnt er in Hilden.
Eigene Angaben