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Radermacher, Friedrich
Friedrich Radermacher wurde am 14. April
1924 in Düren in der Kirchstraße geboren. Seit 1928
wohnte er in Eschweiler, besuchte aber 1931 für ein halbes
Jahr die evangelische Volksschule in Düren. Damals wohnte
er bei seinen Großeltern in der Paradiesstraße, wo
er bis 1938 auch regelmäßig die Sommerferien
verlebte. Sein Vater, Willy, war Chorleiter und Organist, seine
Mutter, Jenny, geb. Zorn, Privatmusiklehrerin. Die Schulzeit
(Abitur 1942) verbrachte er in Eschweiler. Nach dem Unterricht
bei den Eltern (Hauptinstrument Geige) ging er 1938 zum
Konservatorium nach Aachen, 1940 zur Rheinischen Musikschule
nach Köln, wo er Violin- und Klavierunterricht erhielt.
Von April bis September 1942 war er als
Trompeter im RAD-Musikzug Metz, danach als Panzergrenadier beim
Militär in Insterburg (Ostpreußen). Nach
Einsätzen im Osten, Süden und Westen (Verwundung in
Russland) geriet er im Februar 1945 als Leutnant der Reserve in
der Nähe seiner Geburtsstadt Düren bei Arnoldsweiler
(Haus Rath) in amerikanische Gefangenschaft, aus der er im
August 1945 entlassen wurde.
Schon während der Schulzeit war er als
Leiter eines Jugendorchesters tätig. Da sein Vater im
Krieg vermisst war, übernahm er 1945 einen Teil dessen
Aufgaben zunächst als Platzhalter und später ganz,
als sein Vater nicht aus dem Krieg zurück kam. Dadurch
hatte er bereits während des Studiums an der Kölner
Musikhochschule Gelegenheit, sich praktisch zu betätigen.
Er studierte Komposition (Prof. Philip Jarnach und Prof. Frank
Martin) und Dirigieren (Prof. Günter Wand). Bis zum Jahr
1959 war er im Raum Köln-Aachen als Chor- und
Orchesterdirigent tätig, später nur noch gastweise.
Seit 1955 wohnte er in Köln.
1952 erhielt er einen Lehrauftrag an der
Kölner Musikhochschule, zunächst im Rahmen der
Opernschule, später als Professor für Tonsatz. Von
1976 bis zum Eintritt in den Ruhestand (1986) war er
stellvertretender Direktor. An der Universität Köln
(Musikwissenschaften) hatte er einen Lehrauftrag für
Musiktheorie von 1960 bis 1980.
1949 heiratete er Gertrud, geb. Lingemann.
Aus der Ehe gingen 4 Töchter (8 Enkel) hervor.
Seit seinem Eintritt in den Ruhestand
widmet er sich ganz der Komposition. Sein Werkverzeichnis
umfasst Arbeiten vom kleinen Chorlied bis zur Oper, Oratorium
und Sinfonie, wobei die Kammermusik einen breiten Raum
einnimmt. Die Mehrzahl der Arbeiten sind im Auftrag für
bestimmte Ausführende bzw. konkrete Anlässe
entstanden.
Seit September 1999 wohnt er in Hilden.
Eigene Angaben
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